Gedanken zum Kirchenjahr . . .

 

 

Getsemani

Was bleibt am Ende? Was bleibt in dem Augenblick, da ich erkenne, dass es vorbei ist? Keine Hoffnung mehr, der nächste Schritt ist der in den Tod und die Freunde schlafen.

Was bleibt am Ende? Welcher Blick öffnet sich am Rand des Abgrunds zwischen Leben und Tod? Es bleibt nichts.

Nichts, als Abschied zu nehmen von allem und allem Vertrautem. Abschied zu nehmen erst recht von sich selbst, denn was nun beginnt, ist gänzlich fremd auch der eigenen Erfahrung, also auch dem eigenen Bewusstsein. So, wie ich mich jetzt erkenne, kannte ich mich nie - preisgegeben den allerkreatürlichsten Impulsen von Angst und Flucht und Schmerz.

Gänzlich fremd bist Du mir, vertrauter Gott, denn so, wie Du Dich jetzt offenbarst, zeigt sich kein Gott den Lebendigen. Was bleibt?

Nichts als der Sprung. In den Tod, in den Abgrund, in Deine Hände. 

(aus: TeDeum.Extra. Im Kreuz ist Heil)


Textauswahl und Bild: Ursula Perkounigg